Eine FabLab für Erkelenz!

FabLab? Was ist das?

„Da stelle mer uns janz dumm und fragen: Wat is ene FabLab?“

Ich denke, viele von Euch kennen diesen Satz so ähnlich. (Wenn nicht, müsst Ihr das Buch „Feuerzangenbowle“ von Hermann Spoerl unbedingt mal lesen – gut für´s Gemüt :-).

Aber was ist eine FabLab denn jetzt? Ich mache es mir mal einfach und zitiere aus Wikipedia:

Ein FabLab (engl. fabrication laboratory – Fabrikationslabor), manchmal auch offene Werkstatt oder MakerSpace, ist eine offene, demokratische Werkstatt mit dem Ziel, Privatpersonen den Zugang zu Produktionsmitteln und modernen industriellen Produktionsverfahren für Einzelstücke zu ermöglichen. … FabLabs erlauben die unkomplizierte Anfertigung von hoch individualisierten Einzelstücken oder nicht mehr verfügbaren Ersatzteilen (Rapid Manufacturing). Es gibt große Überlappungen und Kooperation mit der Open-Hardware-, Open-Source- und der DIY-Bewegung.“ (Wikipedia, Artikel: FabLab, Abruf 01.02.2018)

Uff, heavy stuff! Ich gebe zu, diese Definition hat‘s in sich! Eine Sammlung ziemlich dicker Wörter! Aber gehen wir es der Reihe nach an:

FabLab, Offenen Werkstatt, MakerSpace

In einer FabLab werden Geräte wie 3D Drucker, CNC-Maschinen, 3D Scanner, Computer zur Erstellung von 3D Modellen usw. der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Also darf jeder der will, diese Geräte nutzen!

Dies soll dazu beitragen, modernste Produktionsverfahren auch Privatleuten und kleinen Firmen zugänglich zu machen. Die FabLab verfügt also mindestens über einen 3D Drucker und Computer zur Modellierung von 3D Objekten und zur Steuerung der 3D Drucker.

Es können Einzelstücke und Kleinserien hergestellt werden, zunächst nur auf Basis der Kunststoffe PLA und ABS. Interessant ist die Benutzung der FabLab beispielsweise für Menschen, die

  • ein spezielles Ersatzteil (Kunststoff) suchen, aber es nicht mehr beschaffen können
  • ein individuell produziertes Werkstück haben wollen, z. B.
  • zur Deko für besondere Anlässe wie runde Geburtstage
  • wg. des individuellen Designs,
  • DIY Make, Bastler, Schrauber, Modellbauer
  • Designer die gerne Unikate fertigen wollen
  • einfach Spaß daran haben, was im 3D zu machen

Offen und demokratisch

ich mag jetzt hier nicht theoretisch über Demokratie philosophieren (vielleicht fehlt für so was auch noch ein Ort in Erkelenz…..). Daher versuche ich mal ein paar Ideen zu skizzieren, wie ich mir die offenen und demokratischen Strukturen vorstellen könnte. Vielleicht müssen auch einige Punkte nochmal unter den mitMACHERN diskutiert werden.

Die Regeln sollen – finde ich – dazu dienen uns möglich wenig vom MACHEN abzuhalten. Alles was Schreibkram und ähnliches Unbill verursacht, sollte vermieden werden. Hält uns nur vom MACHEN ab!

In der FabLab wERKelenz.de ist jeder willkommen. (Mir fällt wirklich kein sinnvoller Grund ein, warum man bei Menschen zwischen Alter, Hautfarbe, Herkunft, Sprache oder was auch immer unterscheiden sollte!). Dennoch wird es Regeln geben müssen, die z. B. festlegen wer und wann welche Teile der FabLab nutzen darf. Fände z. B. Arbeitsschutzanweisungen, -einweisungen wichtig (z. B. „Man darf erst an die Maschine XY wenn Arbeitsschutzanweisung erfolgt ist“ – oh, ich sehe Unbill 😉 ).

Die FabLab wERKelenz.de versteht sich weder als Verein noch als Institution (aber das kann sich auch ändern), sondern als ein Gruppe von MACHERN die einfach MACHEN wollen. Jeder der mitmachen möchte, registriert sich bitte hier auf der Seite oder meldet sich bei einem mitMACHER.  Dann gibt’s auch auch eine Einladung (Email) zu Treffen und Du bist Teil des FabLabs wERKelenz.de.

Für Entscheidungen gilt, dass die jeweils bei einer Abstimmung (online oder offline) Anwesenden entscheiden. Dabei ist zu beachten, dass Entscheidungen nicht dazu führen sollen, dass Einzelne das Projekt verlassen. Ziel sollte sein, das man sich einigt. Oder notfalls die überstimmte Minderheit zumindest mit der Entscheidung leben kann. (@Michael, falls Du das liest: Du hattest mir mal den neuen Fachbegriff dazu genannt. Tu‘s bitte nochmal 🙂 )

Soviel zu den“dicken“ Wörtern „modernen industriellen Produktionsverfahren“ und „demokratische Werkstatt“ aus der Wikipedia Definition. Aber da wären noch zwei kleine Punkte dies sich anzusprechen lohnen, die Finanzierung und die Location.

Finanzierung

Die FabLab wERKelenz.de ist ein gemeinnütziges Angebot und soll sich von Spenden finanzieren. Evtl. sollte noch das gedruckte Material bezahlt werden (z. B. nach Gewicht des fertigen Objektes).

Auf Zuschüsse der öffentlichen Hand oder ähnlich aufwändig agierender Institutionen (Stichwort: Unbill 🙂 ) möchten wir gerne verzichten.

Denkbar wäre für mich noch Sponsoring durch Firmen. Als Dankeschön für die Unterstützung könnte der Firmenname auf der Homepage und in der Öffentlichkeitsarbeit (Facebook, Youtube, Presse) dankbar erwähnt werden. (und ich kenne da ‘ne kleine Computerklitsche die gerade ihren besten Mann sponsored – 😉 )

Ach ja, irgendwer wird sich opfern müssen um die Spendenkassen zu führen… . Nun, bleibt noch ein Thema offen, die Räume!

WICHTIG: Die FabLab sucht Räume!!!

Die FabLab sucht Räume! Denkt daran, wir sind ein gemeinnütziges Projekt dass keine Miete zahlen kann. Ich fände es schön, wenn der Raum öffentlich einfach zugänglich wäre und auch per ÖPNV gut erreichbar ist.

Wenn ich mir was wünschen dürfte, wären die Räume möglichst in der Erkelenzer Innenstadt. Wenn man auch noch mit Auto dem ranfahren könnte,wäre das die perfekte Lage! Für den Anfang reicht, glaube ich, ein Raum ca. 45-60 m². Wenn das Ganze wächst, muss man sehen, ob man umziehen muss oder sich auf mehrere Locations verteilt.

Wer also etwas weiß, oder gehört hat von jemanden der etwas weiß, oder vermutet er könne schon mal was gehört haben, von dem er vermutet, dass er etwas wissen könnten…

Egal: Wenn Ihr wisst wo etwas frei ist oder vielleicht sogar einen freien nutzbaren Raum habt, sagt mir bitte, bitte Bescheid.

Vielleicht wäre es auch ein denkbares Konzept, dass man die FabLab so mobil gestaltet, dass man zumindest einfach umziehen kann. Vielleicht wären dann einfach leer Ladenlokale für die Zeit des Leerstandes zu haben (muss man eben öfter umziehen….).

Soweit, so gut. Kommentare, Verbesserungsvorschläge, Interessenten ausdrücklich erwünscht!

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