Update zum 3D-Drucker für die Bibliothek

Es ist jetzt schon fast ein Jahr her, seit die Idee zum öffentlichen 3d-Drucker in der Erkelenzer Stadtbücherei aufgekommen ist. Da es aufgrund des aktuellen Zustandes nocheinmal zu wahrscheinlich mehreren Monaten Verzögerung kommen wird, hier ein paar Fotos:

Zwei 2m Holzbalken aus Obi und 5 Kunststoffscheiben vom ebay-Händer teuto-bilder-rahmen

Das Material für den Schaukasten, bestehend aus den Kunststoffplatten, Balken, Winkel, Kleber, Schrauben, Scharnier, Zylinder und Rollschrank hat zusammen 110€ gekostet. Wenn ich eine zweite Vitrine bauen werde, werde ich auf jeden Fall versuchen, sie aus gedruckten Teilen zu fertigen. Das würde die Kosten weit senken und könnte auch den Arbeitsaufwand stark reduzieren. Vielleicht würde ich dann sogar den Schrankunterbau selber bauen. Ein Bekannter von mir hat einen kleineren Holzrahmen mit gedruckten Verbindern gebaut und es hat gut funktioniert. Auch das Modellieren und Drucken der Teile war sehr einfach.

Rahmenverbinder, gedruckt und verwendet von einem Bekannten. Mein Bekannter hat die Teile mit Inventor™ modelliert, ich konnte sie aber auch leicht in Blender erstellen.

Der Schaukasten ist auf eine alte zurechtgesägte Tischplatte montiert, welche wiederum am Rollschrank angeschraubt ist:

Fertiger Schaukasten

Vorbereitend haben wir schon vorher mit Ben im Anycube i3 die Motortreiber und die Lüfter gewechselt und damit eine krasse Geräuschreduzierung während des Druckens erzielt.

Neuer Lüfter und dahinter die Motortreiber in der Base
Neuer Lüfter im Head

Als nächsten Schritt müssen wir den Laptop für den Drucker vorbereiten und den Schrank in der Bibliothek aufstellen. Weil Treffen zurzeit erschwert sind und ein Hauptmitarbeiter noch für einige Wochen im Urlaub ist, muss das aber noch etwas warten.

Es geht also voran und hoffentlich kann der 3d-Drucker bald jedem Interessierten zur Verfügung stehen. Zurzeit laufen bei ein paar meiner Bekannten weitere coole Projekte mit gedruckten Teilen. Sobald Bildmaterial zur Verfügung steht, erhaltet ihr ein Update. Falls ihr selber in der Nähe wohnt, eigene Sachen gebaut habt, und so nett seid das hier zu teilen, schreibt mich gerne an! In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal 🙂

PS: Das Styling der Bildunterschriften ist etwas verwirrend, sorry dafür!

Eine Einführung in CAD (FreeCAD)

Eine kleine Bermerkung vorne weg: Da sich der Artikel an Leute richten soll, die noch nie etwas mit CAD-Programmen gemacht haben, muss er recht detailliert sein, d.h. es gibt viel zu lesen. Zudem werden im Text öfter Infos erwähnt, die für euch zu diesem Zeitpunkt noch nicht so interessant sind oder ihr nicht versteht/einordnen könnt. An solchen Infos sollte man sich also nicht zu lange aufhalten, da sie sich später erklären werden.
Wer nicht so viel lesen möchte oder schon ein paar Kenntnisse hat, kann auch direkt weiter unten mit „Einzelteil erstellen“ beginnen 🙂

Einleitung

CAD (Computer aided Design), zu deutsch rechnerunterstütztes Konstruieren, ist heutzutage die gängige Praxis in der Industrie bevor ein Produkt in die Produktion geht. Es hat das Zeichnen/Konstruieren am Zeichenbrett abgelöst.

Struktur von CAD-Programmen

Angenommen ich möchte einen Tisch aufbauen bzw. herstellen. Der Tisch soll aus einer Tischplatte, 4 Beinen und ein paar Schrauben bestehen. Wie in der Realität folgt auch ein CAD-Programm dieser logischen Struktur. Das heißt ich erzeuge meine Einzelteile und baue sie danach zusammen.

  • Part (Einzelteil):
    Jedes Objekt, das man herstellen möchte, kann und muss in seine Einzelteile zerlegt werden, sofern möglich. Ein einfaches Beispiel wäre ein Marmeladenglas, welches aus einem Glas und einem Deckel besteht.
  • Assembly (Baugruppe):
    In der Baugruppe werden die verschiedenen Einzelteile miteinander in Beziehung gesetzt bzw. zusammen gebaut.
  • Draft (Zeichnung):
    2D-Zeichnung/Ableitung eines Einzelteils oder des Zusammenbaus, d.h. die Übertragung von 3D in 2D. Hier entsteht die Zeichnung, die nachher in der Fertigung benötigt wird. Es werden hier alle nötigen Maße und Toleranzen angegeben.

Dies sind die 3 „Grundbausteine“, die eigentlich in jedem CAD-Programm existieren. In den kommerziellen Programmen, die ich kenne, gibt es für jede dieser 3 Grundbausteine ein eigenes Dateiformat. Bei FreeCAD hingegen ist dies ein bisschen anders, mehr dazu weiter unten.

Zu erwähnen wäre noch, dass jedes CAD-Programm sein eigenen Dateibezeichnungen und Endungen benutzt.
Deshalb gibt es einige Dateiformate, die jedes CAD-Programm lesen und speichern kann und die somit als Schnittstelle zwischen den Programmen dienen.
Diese sind unter anderem:

  • .step/.stp – 3D-Format, für Einzelteile/Zusammenbau
  • .dxf – 2D-Format, kann von CNC-Maschinen gelesen werden
    z.B. CNC-Brennanlagen
  • .dwg – 2D-Format zum Übertragen von Zeichnungen.

FreeCAD

FreeCAD ist auf allen Betriebssystemen verfügbar, Opensource und kostenfrei.
Unter https://www.freecadweb.org kann man es herunterladen und die Dokumentation/Wiki einsehen.
Ein nützlicher Link ist:
https://wiki.freecadweb.org/Online_Help_Toc/de
Darin findet man auch Kapitel zu den verschiedenen Umgebungen, die die einzelnen Befehle dieser Umgebung auflisten.
FreeCAD hat momentan keine Assembly-Umgebung, jedoch gibt es hierfür ein Addon (siehe Addons/Makros).

Bedienung

Wie schon weiter oben im Abschnitt über die Struktur erwähnt, ist FreeCAD ein wenig anders als die kommerziellen Programme aufgebaut. In diesem Fall werden Einzelteil und Zeichnung in einer Datei abgespeichert. Außerdem ist es möglich, in einer Datei zwischen verschiedenen Umgebungen zu wechseln. Für einen Anfänger ist diese Info erstmal nicht so relevant bzw. verständlich, aber das sollte sich bald ändern.

Für den Anfang sind da die folgenden Umgebungen zu erwähnen:

  • Part Design (hier entsteht das Einzelteil)
  • Assembly4 (der Zusammenbau)(siehe Addons/Makros)
  • TechDraw (hier entsteht die Zeichnung)

Dann gibt es noch die Navigation oder Objektmanipulation.

Es gibt drei Möglichkeiten, das Modell zu manipulieren. Mit Manipulieren ist gemeint, dass ich das oben zu sehende Bauteil bewegen, rotieren und verschiedene Ansichten einstellen kann. Dazu zählen die mit 1 und 2 markierten Bereiche. Mit Rechtsklick auf den mit 3 gezeigten Hintergrund hat man die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Navigationsstilen zu wechseln. Diese Navigationsstile betreffen die Bewegung mittels der Maus. Dazu hilft folgende Seite:
https://wiki.freecadweb.org/Mouse_Model/de

Addons/Makros

Unter Werkzeuge – AddonManager können Addons und Makros installiert werden.
Hier ist auch Assembly4 zu finden, welches FreeCad um eine Zusammenbau-Umgebung erweitert.

Tipps

Klickt man bei einem Körper eine Kante oder Fläche an, dann werden im Reiter „Aufgaben“ die Bearbeitungsmöglichkeiten angezeigt.

Einzelteil erstellen

  • Grundbefehle
  • Einstellungen
  • Aufpolsterung
  • Rotation

Grundbefehle

Jeder 3D-Körper beginnt mit einer 2D-Skizze, welche dann je nach Aufbau mit einem Befehl zu einem 3D-Körper wird.
In jedem 3D-CAD-Programm gibt es dieselben Grundbefehle zum Erstellen von Körpern. Oftmals heißen sie jedoch von Programm zu Programm anders. Hier sind die in FreeCAD verwendeten:

  • Aufpolsterung
    Eine beliebige 2D-Geometrie wird in die Länge gezogen. Ein einfaches Beispiel wäre ein runder Stab. Die Ausgangsgeometrie ist ein Kreis und der Befehl „Aufpolsterung“ erzeugt daraus einen Stab.
  • Rotation
    Hier wird eine beliebige 2D-Geometrie um eine Rotationsachse rotiert und dadurch der Körper erzeugt. Hier könnte man wieder den runden Stab als Beispiel nehmen. Nun ist die Ausgangsgeometrie jedoch ein Rechteck.
    Ein eingängigeres Beispiel wäre ein Glas. Schneidet man es in der Mitte durch, so bildet die Schnittgeometrie ein U, durch dessen Mitte die Rotationsachse verläuft. Für den Befehl „Rotation“ braucht man aber nur eine Hälfte des U, d.h. es entsteht ein L, welches dann um die Rotationsachse rotiert wird
  • Tasche
    das Gegenstück zu Aufpolsterung, aber diesmal wird „Material“ in Form der Geometrie entfernt
  • Nut
    das Gegenstück zu Rotation, aber diesmal wird „Material“ in der Form der Geometrie entfernt

Aus diesen 4 Befehlen kann in den meisten Fällen die Rohform des Einzelteils erstellt werden.

Wenn man mit der Zeit die verschiedenen Befehle kennen gelernt hat und weiß, wie sie funktionieren, dann kann man auch abschätzen, wie man in der jeweiligen Situation am einfachsten oder besten ein Bauteil erzeugt.
Generell gibt es nicht „den“ Weg zur Erzeugung eins Bauteils.
Wie man oben an dem einfachen Beispiel eines runden Stab sieht, gibt es hier schon zwei mögliche Wege.
Es kann sein, dass ich mit einer Methode das Bauteil zwar schnell erzeuge, aber eine spätere Bearbeitung extrem zeitaufwendig oder umständlich wird. Ein „Fehler“, der am Anfang gerne gemacht wird, ist, so viel wie möglich in die erste Skizze zu bekommen. Dadurch wird eine spätere Bearbeitung jedoch oftmals sehr erschwert. Weiter unten am Beispiel des Flansch im Abschnitt „Rotation“, kann man dies gut sehen. Im ersten Schritt wird nur die „L-Kontur“ erzeugt, jedoch noch nicht die Fasen und die Nut. Fällt die Fase oder Nut später aus irgendeinem Grund weg, muss die Skizze wieder „geflickt“ werden, was ziemlich lästig ist. Mit dem gezeigten Aufbau kann man sie einfach im Modellbaum löschen.

Einstellungen

Eine Hilfe für das Zeichnen am Anfang ist der Rasterfang.

Zu Finden unter: Bearbeiten -> Einstellungen -> Skizze.
Dort können die Optionen „Raster anzeigen“, „Am Raster fangen“ ausgewählt und die Rastergröße eingestellt werden.
Wie weiter unten in einem der Bilder zu sehen, wird die Skizzierebene mit einem Gitternetz/Raster hinterlegt und beim Zeichnen einer Linie werden die Rasterschnittpunkte gefangen. Das erleichtert es ein wenig, die Dimensionen der Geometrie beim ersten Zeichnen annährend richtig zu zeichnen.

Aufpolsterung

Mit der Tastenkombination Strg+N wird ein neues Teil erstellt.
Dann wechselt man in die Umgebung „Part Design“.

Ein Klick auf „Start“ im rot umrandeten Bereich öffnet ein DropDown Menü, durch welches in andere Umgebungen gewechselt werden kann.
Im Reiter „Aufgaben“, in dem mit 1 markierten Bereich lässt sich ein neuer Körper erstellen
Nun muss eine 2D-Skizze erstellt werden, die die Grundlage für den ersten Körper bildet
Es gibt 3 verschiedene Ebenen, die ausgewählt werden können. Durch Klicken in 1 bzw. 2 kann sie ausgewählt werden.

Nun befindet man sich in der Skizzenumgebung. Hier kann man, mit den in 1 markierten Befehlen, seine Geometrie zeichnen.
Im mit 2 markierten Bereich befinden sich die Beziehungsbefehle und der mit 3 markierte Punkt ist der Ursprung des Koordinatensystems. Dieser ist der einzige Fixpunkt in der Zeichenebene.
Was sind Beziehungen?
Beziehungen oder Beschränkungen, wie sie etwas beschreibender in FreeCAD genannt werden, helfen dabei, Geometrieelemente zu beschränken und/oder Beziehungen zwischen ihnen zu schaffen. Im nächsten Bild sieht man 4 Linien, die ein Rechteck werden sollen. Dazu wäre es am besten, erstmal die Endpunkte jeweils zweier Linien aufeinander zu setzen und jeweils zwei Linien horizontal bzw. vertikal zu beschränken. Dies ist im übernächsten Bild zu sehen.
Hier die in FreeCAD verwendeten Beziehungsbefehle:

  • Koinzidenz (legt zwei Endpunkte aufeinander)
  • Punkt auf Objekt (z.B. Mittelpunkt eines Kreises auf eine Linie)
  • Vertikale/horizontale Beschränkung (richtet eine Linie vertikal/horizontal zu den Achsen des Koordinatensystems aus)
  • Parallelität zwischen zwei Geraden
  • Orthogonalitätsbeschränkung (richtet zwei Geraden im rechten Winkel zueinander aus)
  • Tangente (Kreis/Bogen tangential zu einer Linie)
  • Gleichheitsbeschränkung (zwei Kreise haben die gleiche Größe; praktisch, da nur einer bemaßt werden muss)
  • Symmetriebeschränkung (zwei Linien oder Punkte richten sich symmetrisch zu einer dritten Linie oder Punkt aus)
  • vertikalen/horizontalen Abstand zwischen zwei Punkten
  • Länge einer Linie festlegen
  • Durchmesser/Radius beschränken bzw. bemaßen
  • Winkel zwischen zwei Linien bemaßen
Dies ist nur ein Bespiel zur Veranschaulichung von Beziehungen. Ein Rechteck bitte nicht so zeichnen. Dazu gibt es den Befehl „Rechteck“.
Ein einfaches Rechteck, mit dem entsprechenden Befehl aus Bereich 1 im vorletzten Bild gezeichnet

Ein wichtiger Punkt bei der Erstellung der Geometrie ist, dass die Geometrie bestimmt und die Kontur geschlossen ist. Das bedeutet, dass sie sich nicht mehr ändern lässt, wenn man an einem Punkt bei gedrückter Maustaste zieht.
Woher weiß ich, ob meine Skizze bestimmt ist?
Dazu hilft ein Blick in den oben rot markierten Bereich. Dort werden noch 4 bestehende Freiheitsgrade angezeigt. Außerdem ändert sich die Farbe der Geometrie, wenn sie bestimmt ist.
Auf das Rechteck bezogen bedeutet dies, dass die Länge, Breite und die Position des Rechtecks in Bezug auf den Ursprung noch nicht bestimmt sind.

Im mit 1 markierten Bereich befinden sich zwei Befehle, mit denen man den vertikalen/horizontalen Abstand zwischen zwei Punkten bemaßen kann.

Hier ist die Geometrie bestimmt, sie kann sich nicht mehr ändern.
Warum ist das so wichtig?
Zum einen, um zu gewährleisten, dass die Geometrie maßlich genauso ist, wie wir sie haben wollen, und zum anderen, dass sie nicht nachher ausversehen geändert werden kann. Angenommen man hätte nur Länge und Breite bemaßt, dann wäre es immer noch möglich, das Rechteck beliebig zu verschieben. Warum ist das ein Problem? Nehmen wir weiter an, dass man danach eine Bohrung in den im nächsten Schritt entstehenden Quader macht. Verschiebt man nachträglich das Rechteck, dann sitzt die Bohrung aufeinmal ganz woanders oder geht sogar gar nicht mehr durch den Quader.

Nun können verschiedene „Skizzenwerkzeuge“ ausgewählt werden. Einige davon führen jedoch zu Fehlermeldungen, wie z.B. Tasche, da noch kein Körper da ist, von dem man etwas entfernen könnte.
Hier kann nun die Aufpolsterungslänge angegeben, sowie einige andere Optionen ausgewählt werden.

Rotation

Jetzt soll ein Flansch konstruiert werden.

Dazu zeichnet man die Kontur und bestimmt sie. Kleiner Tipp: Sollten noch Freiheitsgrade übrig bleiben, dann hilft es sich eine Linie zu packen und an ihr zu ziehen. So sieht man, ob sie sich noch bewegen lässt.

Als Rotationsachse dient eine Achse des Koordinatensystems, in diesem Fall die X-Achse. Sie lassen sich aber, wie im nächsten Bild zu sehen, noch auswählen. Sollte euer Flansch nicht so aussehen wie im Bild, dann liegt dies vermutlich daran, dass ihr die falsche Rotationsachse im Menü ausgewählt habt.

Jetzt bringen wir die Bohrungen in den Flansch. Dazu ist der Befehl „Bohrung“ notwendig, der wiederum eine Skizze auf der Stirnfläche des Flansch benötigt.

Stirnfläche des Flansch anklicken und in der Aufgabenliste „Skizze erstellen“ anwählen
1=Kreis; 2=Kreismittelpunkt auf Achse; 3=Abstand bemaßen; 4=Durchm. bemaßen
Es können noch diverse Optionen eingestellt werden, wie Tiefe, Gewinde etc.
1=Polares Muster; 2=Bohrung in der Liste auswählen
1=Rotationsachse des Musters auswählen; 2=Optionsmöglichkeiten (Anzahl, Winkel)

Jetzt soll der Flansch noch Fasen erhalten.

1=Kante auswählen (mehrere Kanten können durch halten der STRG-Taste ausgewählt werden); 2=“Kante“ Befehl
Im Menü des Kante Befehls kann die Größe der Fase bestimmt werden

Im nächsten Schritt soll der Flansch eine Nut erhalten. Dazu kann man aber nicht im Reiter „Aufgaben“ über „Körper erstellen“ gehen.

Neben dem Reiter „Aufgaben“ gibt es auch noch den Reiter „Modell“.
Diese Ansicht zeigt eine Baumstruktur des aktuellen 3D-Körpers. In unserem Fall:

  • Dateiname
    • Name des Körpers
      • Origin (die 3 Achsen/Ebenen)
      • Revolution (Rotationskörper)
      • Hole (Bohrung)
      • Polar Pattern (Polares Muster der Bohrung)
      • Chamfer (Fase bzw. Kante)

Jeder neue Bearbeitungsschritt, den man am Körper macht, wird unten angefügt. Hier können sie unter anderem gelöscht oder durch Doppelklick bearbeitet werden.
Durch Auswählen eines Bearbeitungsschritts und Drücken der Leertaste wird dessen Sichtbarkeit ein- oder ausgeschaltet, d.h. alle danach kommenden Elemente werden ausgeblendet.
Auch die Achsen/Ebenen können über diese Methode sichtbar gemacht werden.

Zum Erzeugen der Nut muss eine neue Skizze auf einer Ebene über den entsprechenden Befehl erstellt werden.

1=Wechselt zwischen Schnitt- und Vollansicht (Der Teil des Flansch, der vor der Skizzierebene liegt, wird weggeschnitten)
1=die passende Rotationsachse für die Nut muss ausgewählt werden

Das soll es fürs Erste gewesen sein. Falls ihr noch Anregungen oder Fragen habt, dann schreibt sie in die Kommentare.
Auf die Umgebungen „Assembly“ und „TechDraw“ werde ich in den nächsten Artikeln eingehen.

Zuletzt Aktualisiert: 17.05.2020

Treffen vom 9. Oktober

Es ist schon ein paar Monate her, aber hier kommen jetzt die Fotos vom letzten 3d-Druck Treffen in Erkelenz. Weil das Treffen schon so lange her ist, fasse ich mich nur kurz. Wenn ihr zu einem Thema mehr wissen wollt, hinterlasst einfach einen Kommentar unter dem Beitrag.

Mit dabei war eine Mitarbeiterin der Erkelenzer Firma ACV, welche Auto-Innenausstattungen konstruiert und bei Partnern herstellen lässt. Für die Herstellung scannen sie das Auto von innen aus und erstellen dann mit einem CAD-Programm passgenaue Teile. Dazu könnt ihr mehr im folgenden Film sehen.

Außerdem war ein junger Mann dabei, welcher bei einem VHS-Kurs in Mönchengladbach zum Thema 3d-Drucker mitgemacht hat. Er hat den 3d-Drucker präsentiert, werlchen er im Rahmen des Kurses aus einem Bausatz selber zusammengebaut hat und welcher auch gute Ausdrucke erzeugte.

Ein aus einem Kit gebauter Drucker

Weiterhin kamen noch drei andere Teilnehmer, welche privat als Hobby einen 3d-Drucker verwenden. Sie waren so freundlich und haben ein paar ihrer Ausdrucke mitgebracht. Die Ausdrucke könnt ihr auf den folgenden Fotos sehen.

Es gab eine kleine Präsentation und einen Austausch zum Thema 3d-Scannen. Wenn ihr mehr dazu erfahren wollt, hinterlasst einfach einen Kommentar zu diesem Beitrag. Das nächste Treffen wird wahrscheinlich in etwa zwei bis drei Monaten stattfinden, ihr könnt euch darüber entweder auf dieser Webseite hier informieren oder auf meetup.org. Oder sendet eure Email-Adresse an info@werkelenz.de oder an mich um in den Verteiler aufgenommen zu werden.

3D Gruppe Erkelenz

In der 3D Gruppe treffen sich Menschen aus der Region die Spaß & Interesse an der neuen 3D Technik haben!

Die bunt gemixte Gruppe – Hobbyisten, Konstrukteure, Techniker – trifft sich zum Austausch, Information, zur Realisierung gemeinsamer Projekte und zur gegenseitigen Unterstützung in allen Fragen der 3D Produktion:

  • 3D Modellierung
  • 3D Konstruktion
  • Aufbereitung der 3D Modelle für die Herstellung
  • 3D Druck / CNC-Fräse / Laser-Cutter
  • Aufbereitung der 3D Objekte für Gebrauch

Du hast Interesse an dem Thema, aber noch keine Ahnung? Oder steckst schon mitten in der Materie und suchst interessanten Austausch? Dann melde Dich bei uns per EMail an info [@] werkelenz.de oder auf unserem Kontakformular oder in der Kommentarfunktion unten 🙂

Freier 3D-Druck für Alle! Bald in Erkelenz?

Das Repair Café Erkelenz hat einen 3D Drucker gekauft, den wir in der Gruppe auch nutzen können. Es ist geplant, dass der Drucker zukünftig an einem öffentlich zugänglichen Ort aufzustellen (vielleicht die Stadtbücherei?), damit jeder interessiert Bürger auch selber 3D drucken kann! 🙂

Für dieses Projekt suchen wir noch Mitmacher die uns helfen den öffentlichen Drucker zu betreiben.

Ein 3D FabLab für Erkelenz

Eine weitere Idee dieser Gruppe ist der Aufbau einer FabLab in Erkelenz. Es besteht Interesse in Erkelenz eine für alle frei benutzbare 3D FabLab aufzubauen!

Wenn Du mehr darüber wissen möchtest oder wenn Du noch gar nicht weißt was eine FabLab ist, lies mal unseren Artikel ‚Eine FabLab für Erkelenz

Auch für dieses Projekt suchen wir noch Mitmacher 🙂 Voraussetzung ist nur Spaß an der Sache! 🙂

Ein FabLab für Erkelenz

FabLab? Was ist das?

Ja, was ist ein FabLab? Ich mache es mir mal einfach und zitiere aus Wikipedia:

Ein FabLab (engl. fabrication laboratory – Fabrikationslabor), manchmal auch offene Werkstatt oder MakerSpace, ist eine offene, demokratische Werkstatt mit dem Ziel, Privatpersonen den Zugang zu Produktionsmitteln und modernen industriellen Produktionsverfahren für Einzelstücke zu ermöglichen. … FabLabs erlauben die unkomplizierte Anfertigung von hoch individualisierten Einzelstücken oder nicht mehr verfügbaren Ersatzteilen (Rapid Manufacturing). Es gibt große Überlappungen und Kooperation mit der Open-Hardware-, Open-Source- und der DIY-Bewegung.“ (Wikipedia, Artikel: FabLab, Abruf 01.02.2018)

Uff, heavy stuff! Ich gebe zu, diese Definition hat‘s in sich! Eine Sammlung ziemlich dicker Wörter! Aber gehen wir es der Reihe nach an:

FabLab, Offenen Werkstatt, MakerSpace

In einer FabLab werden Geräte wie 3D Drucker, CNC-Maschinen, 3D Scanner, Computer zur Erstellung von 3D Modellen usw. der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Also darf jeder der will, diese Geräte nutzen!

Dies soll dazu beitragen, modernste Produktionsverfahren auch Privatleuten und kleinen Firmen zugänglich zu machen. Die FabLab verfügt also mindestens über einen 3D Drucker und Computer zur Modellierung von 3D Objekten und zur Steuerung der 3D Drucker.

Es können Einzelstücke und Kleinserien hergestellt werden, zunächst nur auf Basis der Kunststoffe PLA und ABS. Interessant ist die Benutzung der FabLab beispielsweise für Menschen, die

  • ein spezielles Ersatzteil (Kunststoff) suchen, aber es nicht mehr beschaffen können
  • ein individuell produziertes Werkstück haben wollen, z. B.
  • zur Deko für besondere Anlässe wie runde Geburtstage
  • wg. des individuellen Designs,
  • DIY Make, Bastler, Schrauber, Modellbauer
  • Designer die gerne Unikate fertigen wollen
  • einfach Spaß daran haben, was im 3D zu machen

Offen und demokratisch

ich mag jetzt hier nicht theoretisch über Demokratie philosophieren (vielleicht fehlt für so was auch noch ein Ort in Erkelenz…..). Daher versuche ich mal ein paar Ideen zu skizzieren, wie ich mir die offenen und demokratischen Strukturen vorstellen könnte. Vielleicht müssen auch einige Punkte nochmal unter den mitMACHERN diskutiert werden.

Die Regeln sollen – finde ich – dazu dienen uns möglich wenig vom MACHEN abzuhalten. Alles was Schreibkram und ähnliches Unbill verursacht, sollte vermieden werden. Hält uns nur vom MACHEN ab!

In der FabLab wERKelenz.de ist jeder willkommen. (Mir fällt wirklich kein sinnvoller Grund ein, warum man bei Menschen zwischen Alter, Hautfarbe, Herkunft, Sprache oder was auch immer unterscheiden sollte!). Dennoch wird es Regeln geben müssen, die z. B. festlegen wer und wann welche Teile der FabLab nutzen darf. Fände z. B. Arbeitsschutzanweisungen, -einweisungen wichtig (z. B. „Man darf erst an die Maschine XY wenn Arbeitsschutzanweisung erfolgt ist“ – oh, ich sehe Unbill 😉 ).

Die FabLab wERKelenz.de versteht sich weder als Verein noch als Institution (aber das kann sich auch ändern), sondern als ein Gruppe von MACHERN die einfach MACHEN wollen. Jeder der mitmachen möchte, registriert sich bitte hier auf der Seite oder meldet sich bei einem mitMACHER.  Dann gibt’s auch auch eine Einladung (Email) zu Treffen und Du bist Teil des FabLabs wERKelenz.de.

Für Entscheidungen gilt, dass die jeweils bei einer Abstimmung (online oder offline) Anwesenden entscheiden. Dabei ist zu beachten, dass Entscheidungen nicht dazu führen sollen, dass Einzelne das Projekt verlassen. Ziel sollte sein, das man sich einigt. Oder notfalls die überstimmte Minderheit zumindest mit der Entscheidung leben kann. (@Michael, falls Du das liest: Du hattest mir mal den neuen Fachbegriff dazu genannt. Tu‘s bitte nochmal 🙂 )

Soviel zu den“dicken“ Wörtern „modernen industriellen Produktionsverfahren“ und „demokratische Werkstatt“ aus der Wikipedia Definition. Aber da wären noch zwei kleine Punkte dies sich anzusprechen lohnen, die Finanzierung und die Location.

Finanzierung

Die FabLab wERKelenz.de ist ein gemeinnütziges Angebot und soll sich von Spenden finanzieren. Evtl. sollte noch das gedruckte Material bezahlt werden (z. B. nach Gewicht des fertigen Objektes).

Auf Zuschüsse der öffentlichen Hand oder ähnlich aufwändig agierender Institutionen (Stichwort: Unbill 🙂 ) möchten wir gerne verzichten.

Denkbar wäre für mich noch Sponsoring durch Firmen. Als Dankeschön für die Unterstützung könnte der Firmenname auf der Homepage und in der Öffentlichkeitsarbeit (Facebook, Youtube, Presse) dankbar erwähnt werden. (und ich kenne da ‘ne kleine Computerklitsche die gerade ihren besten Mann sponsored – 😉 )

Ach ja, irgendwer wird sich opfern müssen um die Spendenkassen zu führen… . Nun, bleibt noch ein Thema offen, die Räume!

WICHTIG: Die FabLab sucht Räume!!!

Die FabLab sucht Räume! Denkt daran, wir sind ein gemeinnütziges Projekt dass keine Miete zahlen kann. Ich fände es schön, wenn der Raum öffentlich einfach zugänglich wäre und auch per ÖPNV gut erreichbar ist.

Wenn ich mir was wünschen dürfte, wären die Räume möglichst in der Erkelenzer Innenstadt. Wenn man auch noch mit Auto dem ranfahren könnte,wäre das die perfekte Lage! Für den Anfang reicht, glaube ich, ein Raum ca. 45-60 m². Wenn das Ganze wächst, muss man sehen, ob man umziehen muss oder sich auf mehrere Locations verteilt.

Wer also etwas weiß, oder gehört hat von jemanden der etwas weiß, oder vermutet er könne schon mal was gehört haben, von dem er vermutet, dass er etwas wissen könnten…

Egal: Wenn Ihr wisst wo etwas frei ist oder vielleicht sogar einen freien nutzbaren Raum habt, sagt mir bitte, bitte Bescheid.

Vielleicht wäre es auch ein denkbares Konzept, dass man die FabLab so mobil gestaltet, dass man zumindest einfach umziehen kann. Vielleicht wären dann einfach leer Ladenlokale für die Zeit des Leerstandes zu haben (muss man eben öfter umziehen….).

Soweit, so gut. Kommentare, Verbesserungsvorschläge, Interessenten ausdrücklich erwünscht!